Das Update hat dann doch länger gedauert, als ich gedacht hab.
Der Tag müsste definitiv mehr als magere 24 Stunden haben, damit ich mich nicht so stressen muss – ich Ärmster.
Naja, erstmal in den Delorean und zurück reisen. Die Möbel sollten Dienstag1 geliefert werden – wurden sie auch. Die Spedition kam mit der gesamten Ware am vereinbarten Treffpunkt an – klappt ja super.
Tisch und unser nicht-begehbarer-Schrank wurden hoch getragen.
Dann kam unser Sorgenkind: die Couch.
Mir war vorher klar, dass es an der letzten Wendung des Treppenhauses, wir wohnen im 2. Stock, recht eng werden könnte.
Als die Couch dann durch die Eingangstür vom Treppenhaus getragen wurde das böse Erwachen: Die erste Kurve wurde schon zum Verhängnis. Die verdammte Couch ist einfach zu pornös groß, dass sie nicht durch das Vorkriegstreppenhaus passt. Konnte beim Bau in den 70ern niemand dran denken, dass irgendwann mal solche Sitzmöglichkeiten In sein werden?
Tja, das war’s dann wohl mit toller Riesecouch. Somit mussten die Möbelpacker kehrt machen und das Teil wieder in den LKW laden – Steffi hat ganze Bäche geweint.
Ich war glücklicherweise in der Agentur als die Spedition klingelte; Steffi hat die Tür geöffnet. Möglicherweise hätte ich eigenhändig den benachbarten Kran als Beförderungsmittel für unsere Couch missbraucht. Als kleiner Junge hat man schließlich bereits von schwerem Gerät geträumt.
Bei der Gelegenheit muss ich direkt mal ein Wort an alle Innenarchitekten, Schreiner & Co. richten:
Große Bauten bitte aus vielen Einzelteilen erstellen. Einfamilienhäuser werden auch nicht in einem Block gegossen.
Komischerweise hielt sich die Dauer meines Schockmoments, als mir die freudige Nachricht telefonisch übermittelt wurde, doch in Grenzen. Wird halt einfach ne andere Couch zur Wunschcouch. Wir können »kostenlos« bei Segmüller eine neue Couch für den Kaufpreis aussuchen – das nenn ich kulant.
So genug Berichterstattung vom Dienstag. Nächster stopp ist Donnerstag.
Ich war im OBI und hab mir ein tolles Dampf-Tapeten-Entfernungs-Gerät gekauft. Tolle Sache, zumindest erleichtert es die Arbeit um einiges.
Werde ich dennoch irgendwann mal einen Aushilfsjob annehmen müssen, dann werde ich mit Sicherheit jegliche Arbeit mit Tapeten meiden.
An alle Mieter und die die mal ausziehen müssen:
Bitte grundieren, sonst hängt man echt ewig ein einem kleinen Fetzen Tapete.
Letztendlich haben wir es noch geschafft die Tapete im kompletten Wohnzimmer und Flur runter zu bekommen. Ein Rauputz soll her, damit die zwei Katzen sich die Krallen ausreissen und ausnahmsweise mal die fürs Wetzen vorgesehenen Kratzbäume nehmen und sich nicht an den Wänden vergehen.
Doc Brown – nächste Station.
Vorab an alle Männer:
So sehr ihr eure Frau auch lieben mögt, lasst euch nie ohne genaue Aufwandsabschätzung darauf ein, eine Holzdecke zu streichen. Versucht den Reh-Dackelblick-Kombo-Angriffen zu widerstehen. Es ist eine scheiss Arbeit!
Wir haben im Schlafzimmer eine Holzdecke. Da wir unterm Dach wohnen, läuft diese Holzdecke an der Schräge bis zum Boden hinunter. Über die zeitlose Attraktivität dieser Decke lässt sich streiten. Ich für meinen Teil kann mir zumindest schöneres vorstellen, vor meinem wohlverdienten Schlaf die Decke als letzten zu sehen, bevor ich in die Traumwelt entgleite.
Also Anlauger, Grundierung und Lack gekauft – alles soll weiß werden.
Wer eine Holzdecke streicht, mag keine Fugen. So jedenfalls meine erste Erkenntnis. Für ein Stück von ca. 5m² habe ich ungefähr 4 Stunden gebraucht. Klingt doch akzeptabel. Leider ist erst der Anlauger drauf und es müssen noch drei Anstriche her.
Naja, am Wochenende war ich zumindest fertig mit meiner kleinen Teilwand.
Anfangs hatten wir bereits überlegt, ob ich nicht nur einen kleinen Teil streiche und der Rest erstmal in seiner alten »Pracht« bleibt. Die Idee wurde recht schnell für gut befunden.
Gestern war dann Farben-Kauf-Tag. Schlafzimmer sollte in neuem Kleid erscheinen – Steffi darf die Farbe aussuchen. WIR einigten uns auf Flieder2.
Heute ist dann das Schlafzimmer fertig geworden. Sieht echt toll aus.
Nachmittags sind wir dann in unsere Zweitwohnung – zum Segmüller. Wir wurden mit Namen begrüßt und der Geschäftsführer wurde uns zur Seite gestellt. Naja fast. Wir konnten zumindest zielstrebig nach Couches Ausschau halten. Insgesamt haben wir jetzt drei komplett vermessen. Nächster Task ist jetzt einen Pappdummy zu bauen, denn wir dann Testweise das Treppenhaus hochkarren. So gehen wir zumindest auf Nummer sicher, dass diesmal alles passt.
So, ein längeres Update war das nun. Wenn die Bude fertig ist und ich endlich frei bin, wird’s hier wieder etwas lebendiger. Momentan ist einfach sau viel los und ich bin für jede lockere Minute dankbar.
Schönen Wochenanfang wünsch ich mir und dem Rest dann mal.
- 25. Sept. 2007 [↩]
- ich weis, Männer würden Lila sagen, aber Frauen neigen zu Spezialisierungen wenns um bestimmte Dinge geht [↩]
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