Wie die Überschrift vermuten lässt, ist das die einfache Milchmädchenrechnung von Höffner wie sie die Anzahl der fehlerfreien Pakete ermitteln, die an den Kunden rausgehen. Die restlichen Pakete werden scheinbar wahllos von einen Haufen defekter Ware genommen – quasi die prostituierten Produkte, die bei jedem Kunden mal zu Hause waren und danach wieder zurückgeschickt werden.
Aber erstmal der Reihe nach. Mir wurde mal wieder auf Band gesprochen und um einen Rückruf gebeten. Dank BASE ist mir die Dauer dieser nervigen Telefonate recht gleichgültig, allerdings nicht meine dadurch strapazierten Nerven. Auch wenn ich mittlerweile eigentlich auch eine Durchwahl zu Frau XXX haben könnte, lasse ich mich jedesmal aufs Neue mit ihr verbinden – schließlich kennt sie meinen Leidensweg und hat sicher mittlerweile Verständnis dafür, wenn meine Tonlage doch alles andere als höflich ist.
Nachdem fleißig auf die Dummytastatur eingehackt wurde, hatte ich dann die Zusage, dass unser Bett und die reklamierte Ware beide am 13. (nach)geliefert werden.
Mit der Zusage konnte ich dann auch bei Marius, meinem Chef, ein paar Std. Freiheit erkaufen um die Möbel anzunehmen. Gegen eine hohe Geldsumme wurde dann diese Bitte erhört.1
Am Dienstag war ich somit den ganzen Vormitttag zu Hause. Laut Telefonistin sollte ich 8:00 – 14:00 Uhr anpeilen. Auch wenn diese eine super präzise Angabe ist, kann man damit zumindest besser Leben wie mit den geplanten Ankunftszeiten eines XYZ-Technikers:
»Also wir werden zwischen 8 : 00 und 18 : 00 kommen.«
Danke für die Info…
Um kurz nach 12 : 00 klingelte es dann auf meinem Handy; ein anonymer Anrufer. Mir stockte der Atem, normalerweise überträgt nur Höffner die Nummer nicht.2
Die Frau frage mich ob ich denn zu Hause sei, weil für heute eine Lieferung geplant sei. Etwas schnippig musste ich ihr dann nochmal klar machen, dass ich aus genau diesem Grund einen halben Urlaubstag habe und nicht etwa, weil ich Bewerbungen für ein Call-Center schreiben wolle.
Nachdem wir die personifizierte Kompetenz dann mitteilte, dass heute dann jemand kommen würde, tingelte ich in die Küche um meinen Frust mit einer leckeren Tiefkühlpizza zu stillen.
Ungefähr 1:35min vor einem knusprig goldenen Rand der Pizza klingelte es an der Tür und die Spedition stand da.
2 Fragen:
- wieso müssen die jetzt ausgerechnet zur Fütterungszeit kommen
- und wieso ruft diese Dumpfbacke genau 15min vorher an und stellt mir solche hohlen Fragen?
Mit zwei ungeklärten Fragen öffnete ich dann die Tür und lies die Jungens ihren Job machen. Nach meiner Kontrolle musste ich sogar feststellen, dass die richtigen Pakete nachgeliefert wurden und die alten mitgenommen werden konnten.
Meine lauwarme Pizza fand also noch den Weg in meinen Magen. Danach gings direkt ab in die Agentur.
Steffi wurde dann, da sie Frühdienst hatte und somit mittags schon zu Hause ist, mit einer Inspektion der Pakete beauftragt. Zu meiner Sicherheit sollte sie mir das Ergebnis aber erst abends mitteilen, damit ich in der Agentur nicht kollabiere.
Abends dann die ernüchternde Nachricht:
Von den 6 nachgelieferten Paketen, waren 3 Stück wieder fehlerhaft. 2x traumhafte Kratzer und bei einem dritten Teil eine wunderschöne eingedrückte Kante, weil Mr. Transporter meinte, er müsste das Paket auf der Ecke andotzen – Applaus Applaus.
Am gleichen Abend erhielt dann meine geliebte Kontaktperson mein Erbrochenes in Form einer weniger liebevollen E-Mail. Zugleich drohte ich ihr dann meinen Anruf am darauffolgenden Morgen an – somit konnte sie sich schon drauf einstellen, dass mindestens ein genervter Kunde sie zur Sau machen würde; irgendwie muss sie ja die Quote halten.
Am nächsten Morgen musste ich dann voller Aggression nur noch die Wahlwiederholdung drücken um die Person zu erreichen, ich telefonier scheinbar sonst mit niemandem so oft die letzte Zeit.
Nach einigen Minuten durfte die gute Dame dann auch mal zu Wort kommen, nachdem ich meinem dicken Hals einmal Luft gemacht hatte. Neben zahlreichen Entschuldigungen wurde mir jetzt zugesichert, dass das Paket vorab kontrolliert wird und ich zusätzlich einen Rabatt von 10 % bekomme. In Anbetracht dessen, dass ich kurz davor war den Vertrag rückgängig zu machen, kann ich mit einem solchen Angebot meine Abneigung gegen Höffner in Gleichgültigkeit abschwächen. Nochmal würde ich jedenfalls dort nicht einkaufen – jedenfalls nichts was teurer ist als die Currywurst draußen vor der Tür.
Morgen wird dann das Bett aufgebaut. Da Steffi und ich bis jetzt noch keine Zeit gefunden haben die Ware vom Bett zu kontrollieren, will ich mal hoffen, dass es morgen kein böses Erwachen gibt. Die Marke vom Bett lässt zumindest hoffen, dass hier Ausnahmsweise mal Wert auf eine durchdachte Verpackung gelegt wird.
Bleibt also abzuwarten wie sich das Ganze entwickelt. Bis Weihnachten wird sicher alles komplett sein. Super Aussichten, wenn man bedenkt, dass die Bude schon seit min. 2. Wochen hätte fertig sein können.
- danke an Marius, toller Chef übrigens *gg* [↩]
- ich glaube nicht aus Spamgründen, sondern weil somit garantiert ist jedesmal eine neue inkompetente Person an der Strippe zu haben – quasi eine random-Funktion [↩]
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hrhr gib’s doch zu – der blog hier gehört zur kampagne von segmüller und du wetterst gezielt gegen den armen höffner!
nee ma im ernst: echt heftig, was man da mitmacht…hast ja auch sonst nix zu tun den ganzen tag ;]
by the way: wie wär’s, wemmer uns alle ma treffen an nem weekend? also du, franky, godda, evtl. reen und ich? nen lockeren abend oder auch ma feierei, ganz egal…vllt kömmer ja ma was ausmachen über p2@unterbezahlt!
gruß
der mo
ich dacht mir irgendwie grad das Gleiche.
Könnt bald nen Möbelblog aufmachen, nachdem ikeahacker.de ja schliessen musste
ich vermiss euch echt *g*
also lasst mal wieder was machen, wär cool.